Im Dunkel des Gestern müssen wir graben Zu finden des Volkes Leben und Geist Vergessen liegen Märchen und Sagen Die Quelle des Glaubens, die Seelenkraft heißt
Wie mühselig lange müssen wir schürfen Bis tief unter dem Abraum der Zeit Nach endlosen Wirren, vergeblichen Würfen Die goldene Kammer vom Riegel befreit
Drum wollen die Lauen vom Werke nicht wissen Das Zähe und Arbeit fordernd verlangt Dienen stattdessen der Scheinwelt beflissen Die brüchig geworden im Innersten wankt
Drum blicken die Feigen mutlos zu Boden Durchs Leben getrieben ängstlich und klein Die nichtigen Träume sind ihnen zerstoben Sie winden und wandeln als nagende Pein
Doch wenn wir den Riegel von Eisen nicht sprengen Stolpern wir weiter in fauligem Kot Strampeln vergeblich in bleiernen Fängen Täglich begleitet von Abgrund und Not
Mehr Hoffnung als Aussicht führt uns zu Werke Drückt Spaten und Pflug uns schwer in die Hand Mehr Verachtung der Welt als eigene Stärke Lassen uns streben und streiten für des Reiches Bestand
-Björn Clemens-
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