
Dieter Stein (Junge Feigheit) vereitelt Teilnahme von Sturmzeichen bei Messe „Seitenwechsel“
Aus gegebenem Anlass ein aktueller Beitrag von Sascha Krolzig
Die Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle hätte tatsächlich ein „Fest für freies Denken“ sein können, wie es im Messeprofil angekündigt wird. Ein Ausstellungsspektrum, das von Rechts- und Liberalkonservativen, Corona-Kritikern und Wahrheitssuchern, Künstlern und Influencern, bis hin Neurechten und Nationalisten reicht, ohne Ausgrenzung und „politische Hygienevorstellungen“, wie es der neurechte Publizist Benedikt Kaiser in einem aktuellen Beitrag für den „Eckart“ treffend formuliert.
Nun wirft die Buchmesse, die am Sonnabend und Sonntag in der „Halle Messe“ stattfindet, allerdings ihre Schatten voraus. Einer, der sonst ganz schnell dabei ist, sich über politische Ausgrenzung und Benachteiligung zu echauffieren, betreibt nämlich selbst den Ausschluss ihm missliebiger Verlage von der Messe: Dieter Stein, Chefredakteur der sich „konservativ“ nennenden „Jungen Freiheit“, die in authentisch patriotischen Kreisen allerdings nur „Junge Feigheit“ genannt wird.
Dieser Dieter Stein hat hinter den Kulissen in den letzten Tagen massiv Stimmung gegen die Teilnahme insbesondere des Sturmzeichen-Verlages gemacht und drohte den Veranstaltern vom BuchHaus Loschwitz sowie den Messebetreibern der Impuls GmbH, seinen großen und teuren Stand wieder abzusagen, sollte der Sturmzeichen-Verlag nicht ausgeschlossen werden.
Die Impuls GmbH, die politisch nicht dem rechten Spektrum zuzuordnen ist und nur die organisatorische Durchführung der Veranstaltung übernimmt, reagierte dann wie von Stein gewünscht und schloss sowohl den Sturmzeichen-Verlag als auch den Klosterhaus-Verlag von der Messe aus.
Die Kündigung erfolgte am Donnerstagmittag per Mail (also zwei Tage vor der Messe und einen Tag vor dem Aufbau) unter dem Vorwand, die publizistischen Inhalte des Sturmzeichen-Verlages seien „extremistisch“ und würden die „legitime Erwartung anderer Aussteller und Besucher [also die von Dieter Stein] auf eine politisch nicht extremistisch geprägte, kulturelle Austauschplattform“ beeinträchtigen. Das ist umso absurder, weil nach einer oberflächlichen Durchsicht des Ausstellerverzeichnisses dort knapp zehn Verlage auftauchen, die ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ganz zu schweigen von den vielen „extremistischen“ Teilnehmern am Rednerprogramm.
Wir beauftragten daraufhin eine bewährte Rechtsanwaltskanzlei damit, rechtliche Schritte gegen den Ausschluss einzuleiten und brachten einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz auf den Weg. Das Amtsgericht Halle weigerte sich am Freitag allerdings, über unseren Eilantrag in der Sache zu entscheiden, weil angeblich keine Eilbedürftigkeit gegeben sei. Es gehe schließlich nur um finanzielle Nachteile, und Schadensersatz könnte man ja später immer noch einklagen. Damit hat Dieter Stein seinen Willen bekommen: Der Sturmzeichen-Verlag und der Klosterhaus-Verlag bleiben von der Messe ausgeschlossen.
Doch damit war noch nicht der Gipfel des Eisberges erreicht. Seit Donnerstag ist auf der Startseite zur Messe nämlich die folgende Falschbehauptung zu lesen:
Verlag „Sturmzeichen“ kein Aussteller der Büchermesse „Seitenwechsel“
Entgegen verschiedener Veröffentlichungen hatte der Verlag zu keiner Zeit eine Zulassung zur Messe. Er gelangte über eine unzulässige Datenmanipulation im Ausstellerportal eines Ausstellers kurzzeitig ins digitale Ausstellerverzeichnis. Die Messeleitung hat umgehend beide Unternehmen von der Messe ausgeschlossen.
Klar, ich bin ein Hacker, der sich ins Ausstellerportal eingehackt und dort Daten manipuliert hat… Nein, natürlich nicht, denn die obige Behauptung ist eine glasklare Verleumdung. Wahr ist vielmehr, dass ich meinen Verlag regulär unter dem richtigen Namen angemeldet und auch eine Bestätigung bekommen habe. Aber von vorne: Bereits vor Monaten habe ich mich mit Margret Nickel, der Vorsitzenden der traditionsreichen „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP) und Inhaberin des nicht minder traditionsreichen Klosterhaus-Verlages (gegründet von Holle Grimm, der Tochter des Schriftstellers Hans Grimm, „Volk ohne Raum“), in Verbindung gesetzt, weil wir beide auf der Messe einen Stand machen wollten. Um zu gewährleisten, dass unsere beiden Stände direkt nebeneinander aufgebaut werden können, hat Margret Nickel die beiden Stände zusammen angemeldet.
Bereits bei der Anmeldung im September wurde deutlich kommuniziert, dass es zwei Stände sein sollen, einen für Klosterhaus und einen für Sturmzeichen. Ebenfalls im September wurden wir aufgefordert, jeweils einen Anmeldebogen auszufüllen und unsere Logos einzureichen, damit auch alle Verlage im Ausstellerkatalog stehen. Ich habe den Anmeldebogen am 1. Oktober ausgefüllt (hier die Original-Anmeldung), und am 2. Oktober erhielten wir unsere Zulassung, außerdem erhielt der Sturmzeichen-Verlag die Rechnung für die Standgebühr. Nach erfolgter Zahlung erhielt ich die Zugangsdaten für das Serviceportal und trug meinen Verlag ordnungsgemäß mit Namen und Logo in das Ausstellerverzeichnis ein. Nichts mit „unzulässiger Datenmanipulation“!
Doch von meiner Person mal abgesehen, finde ich es besonders traurig, wie auch Margret Nickel in die ganze Angelegenheit mit reingezogen wurde. Frau Nickel ist über 80 und hat sich, genau wie ich, seit Wochen auf die Messeteilnahme vorbereitet: Wir haben Standausstattung und Werbematerial gekauft, Hotelzimmer gemietet, ehrenamtliche Helfer engagiert, die Autoren unserer Verlage wollten zu Signierstunden erscheinen, Kunden ihre vorbestellten Bücher abholen. Das alles war nun vergebene Mühe, weil die Hetzkampagne von Dieter Stein in dieser Hinsicht leider erfolgreich war.
Im Endeffekt hat sich der rechts-reaktionäre Stauffenberg-Fan damit allerdings ein Eigentor geschossen, denn nachdem der Skandal bekannt wurde, hagelte es quer durchs „rechte“ Lager deutliche Kritik an Steins Gebaren. Auf „X“ äußerten sich zum Beispiel der Freie Sachsen-Funktionär Michael Brück, Rechtsanwalt Dubravko Mandic und der neurechte Publizist Benedikt Kaiser mit deutlichen Worten. Brücks Beitrag erhielt Unterstützung u.a. von der Publizistin Ellen Kositza, dem bekannten Identitären-Aktivisten Arminius, dem IB-Bundessprecher Maximilian Märkl und dem AfD-Europaabgeordneten Tomasz Froelich.
Eines ist also klar: Dieter Stein hat der Buchmesse schon einen nachhaltigen und irreparablen Schaden verursacht! Deshalb klingt es auch wie ein Witz, dass Stein noch im Oktober die Buchmesse als „zensurfreie Alternative“ und „prächtiges Signal für Privatinitiative und Selbstermächtigung von Bürgern, die politische Bevormundung leid sind“, bezeichnet hat. Er besaß sogar die Dreistigkeit, seiner Kolumne die Überschrift „Debatte statt Zensur“ zu geben. In Wahrheit ist die schöne Idee einer zensurfreien Messe und eines „Festes für freies Denken“ zerstört worden, und zwar von Dieter Stein selbst.
Während sich der Geschäftemacher Stein an seinem großen, teuren JF-Stand nun im Rampenlicht sonnen darf und auf einen fetten Reibach spekuliert, ist den Verlagen von Margret Nickel und mir ein nicht unerheblicher finanzieller Schaden entstanden. Wir müssen nicht nur die Verluste durch bereits getätigte Aufwendungen (Hotelzimmer, Standausstattung, Werbematerial usw.) kompensieren, sondern uns erwarten durch das verlorene Eilverfahren auch noch Anwalts- und Gerichtskosten. Wir sind deshalb über jede kleine Bestellung dankbar. Beim Sturmzeichen-Verlag (www.sturmzeichen-verlag.de) und beim Klosterhaus-Verlag (www.klosterhaus-versand.eu) gibt es gerade viele interessante Neuerscheinungen.
Wer am Wochenende dennoch den Weg nach Halle findet und auf der Messe nach guter Literatur sucht, dem empfehlen wir insbesondere den Stand des Aufgewacht-Magazins in Halle 1, C-1.
Und wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr auch gerne beim Stand der Jungen Feigheit vorbeischauen und Dieter Stein ein paar freundliche Fragen stellen. Der JF-Stand befindet sich in Halle 1, Stand C-6.
Wer aber eine authentisch nationale Veranstaltung besuchen will, ohne Reaktionäre, „Auch-Rechte“ und Pseudo-Patrioten, wo wir uns nicht für unsere lebensbejahende Weltanschauung zu rechtfertigen haben, den heißen wir gerne beim Lagerverkauf am 15. November in Eisenach willkommen:
Literatur – Bekleidung – Tonträger
Großer Lagerverkauf am Sonnabend, den 15. November in Eisenach (Thüringen)
Einkaufen, nationale Projekte unterstützen, neue Leute kennenlernen und netzwerken!
Mit dabei sind:
– Kampf der Nibelungen
– Sturmzeichen-Verlag
– Theresia Brand
– PC Records
– Homefront since 2021
– Imbiss, kalte und warme Getränke
Adresse: Mühlhäuser Straße 61A, 99817 Eisenach (Gaststätte „Bull’s Eye“)
Veranstalter haben das Hausrecht. Kameraden und Sympathisanten sind gerne willkommen, kein Zutritt für Dieter Stein, Systempresse, Antifa & Co.