Fernando Quintilla Manresa – Descanse en paz – Ruhe in Frieden

Fernando Quintilla Manres ist tot.

Er war ein Held der 250. Infanterie Division / Division Azul

Ich verneige mich in stiller Trauer vor diesem Held und Kämpfer bis zum Ende seiner Tage.


Der Tod ist nicht das Ende

Fernando Quintilla Manresa

Ruhe in Frieden

HIER !!!

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La muerte no es el final…

Fernando Quintilla Manresa

Héroe de la 250

Descanse en paz

¡¡PRESENTE!!

Die spanischen Freiwilligen der Waffen-SS

Der ehemalige zweite und letzte Divisionskommandeur der 250.ID (span.), Generalmajor Emilio Esteban-Infantes y Martín, schrieb in seinem Buch über die „Blaue Division“:
„ … Es ist eine erstaunliche, aber den soldatischen Geist der spanischen Soldaten kennzeichnende Tatsache, daß entgegen der offiziellen Anordnung der spanischen Regierung und trotz der korrekten Durchführung der Rücktransporte von deutscher Seite noch zahlreiche spanische Soldaten in trotzigem Entschluß in Deutschland bleiben und an der Ostfront weiterkämpfen wollen. Sie werden mit gleichgesinnten jungen Europäern aus fast allen Ländern unseres Kontinents als Freiwillige in die Waffen-SS aufgenommen, die noch im März 1945 zwei spanische Freiwilligen-Kompanien (101 und 102) bilden kann. …
Die spanischen Kompanien werden in die verschiedensten Divisionen aufgeteilt und zahlen ihr Blutopfer in den Vogesen, am Plattensee, an der Weichsel, an der Oder. …

Reste einer spanischen Kompanie ziehen sich schließlich nach Berlin zurück. Hier werden am 23.April 1945 die Einheiten der Waffen-SS straff zusammengefaßt, um unter dem Kommando des SS-Brigadeführers und Generalmajor der Waffen-SS Mohnke die Innenstadt zu verteidigen.

Eine Woche später sind diese Verbände am Wilhelmsplatz und in der Friedrichstraße eingeschlossen; sie kämpfen hier erbittert um jeden Meter Boden.

In den ersten Maitagen 1945 stehen die Reste einer estnischen SS-Einheit und SS-Männer der französischen Brigade „Charlemagne“ in der bereits teilweise zerstörten Reichskanzlei. Unter dieser gespenstischen Schar von Kämpfern der letzten Stunde befindet sich auch ein kleiner Trupp Spanier! Geführt von ihrem Hauptmann Roca kämpfen sie, bis die Munition zu Ende ist oder der Tod sie ereilt, unerschrocken und im gleichen Geist, wie die viertausend Spanier, die am Wolchow, vor Leningrad und in vielen anderen Soldatengräbern des europäischen Kriegsschauplatzes stumme Zeugen einer Waffenbrüderschaft geworden sind, die Erinnerung und Erfurcht verdient. …“ (E.Esteban-Infantes, Die Blaue Division, S. 134 – 135)

 

===

Mit Beginn des deutschen Ostfeldzuges 1941 stellte Spanien, trotz des von Generalissimo Franco abgelehnten Kriegseintritts Spanien an der Seite der Achse Deutsches Reich – Italien – Japan, Freiwillige in Stärke einer Division für den Einsatz an der Ostfront. (1)
Diese in der Wehrmacht als 250.Infanterie-Division (spanisch) bezeichnete Division kämpfte bis Oktober 1943 herausragend im Rahmen der deutschen Heeresgruppe Mitte vor Leningrad und am Wolchow (2)

Als sich der Wandel des deutschen Kriegsglückes abzeichnete, forderte Franco 1943 seine Division zurück. An ihre Stelle trat eine etwa 1200 – 1500 starke „Spanische Legion“, die im Raum Jamburg aus Angehörigen der bisherigen 250.ID gebildet wurde.(3) Auch diese Legion wurde mit Beginn der Rückzugskämpfe der Heeresgruppe Mitte ab Januar 1944 bis März 1944 aus der Front gezogen und nach Spanien zurückverlegt.

Damit endete jedoch nicht die spanische Beteiligung am Kampf gegen den Bolschewismus. Aus Spaniern, die trotz der angedrohten Aberkennung der spanischen Staatsangehörigkeit in Deutschland geblieben waren, und neuen Freiwilligen, die trotz der streng abgeriegelten Grenzen zum deutsch besetzten Frankreich ihren Weg fanden, wurde im Juni 1944 auf dem ostpreußischen Truppenübungsplatz Stablack ein Freiwilligen-Ausbildungs- und ein Freiwilligen-Ersatz-Bataillon (spanisch) gebildet.(4)

Diese Formierung erfolgte zunächst unter der Regie der Wehrmacht. Ein ehemaliger Offizier der „Spanischen Division“, Miquel Sanchez, nennt die Zahl von 400 Mann.(5)

Der weitere Weg dieser Spanier ist bisher sehr ungenau dokumentiert. Es scheinen außer im Rahmen der Division „Brandenburg“ (Sonder-Einheit der Wehrmacht/militärischen Abwehr) in dem sogenanten „Streifkorps Pyrenäen“ zunächst keine Freiwilligen eingesetzt worden zu sein. (6) In wie fern ein Einsatz bei der durch die Waffen-SS als „SS-Jagdverbände“ übernommenen Einheiten nach Oktober 1944 erfolgte, ist auf Grund der mangelnden Quellenlage auch über diese Einheiten nicht nachvollziehbar.

Erst im Januar 1945 (?) wurden unter Überführung in die Waffen-SS (im Rahmen der Überführung aller ausländischen Freiwilligen-Einheiten in die Waffen-SS, bereits seit Herbst 1944 ?) aus den dort gesammelten Freiwilligen die sogenannten „SS-Kompanien 101 und 102“ gebildet. (FpNR. ?). Die Erwähnung einiger spanischer Freiwilliger 1944 im Ausbildungslager der Waffen-SS Sennheim/Elsaß, (7) wo germanische Freiwillige ihre ersten militärische Grundausbildung erhielten, spricht für ein früheres Interesse der Waffen-SS an den Spaniern. Aber auch ihr Weg ist nicht genau zu dokumetieren.

Das es seit 1940 üblich war, keine Freiwilligen-Verbände, egal welcher Herkunft, ohne deutsches Rahmenpersonal aufzustellen (eine gewisse Ausnahme stellten die Freiwilligen-Legionen dar, die aber ebenfalls über deutsche „Ausbilder“ verfügten); da gerade dieses ja erst für die in der Deutschen Wehrmacht geltenden Ausbildungs- und Einsatzrichtlinien, die sich von anderen Armeen Europas unterschieden, zu sorgen hatten; ist es mehr als verwunderlich, dass es bis ins Jahr 2005 keine Berichte deutscher Angehöriger dieser spanischen Freiwilligen-Einheiten, auch nicht aus den Reihen der Waffen-SS, gibt.

Gerade der Einsatz in Berlin wird in den Dokumentationen mehr als einmal genannt. Die Verteidigung der Reichskanzlei im Mai 1945 durch Franzosen, Letten und Spanier sowie den anderen europäischen Freiwilligen der 11.SS-Frw.PzGrenDiv.“Nordland“ wird immer wieder herausgestellt. Die Erwähnung erfolgt aber immer nur im Zusammenhang mit dem 1. oder 2. Mai 1945 an der Reichskanzlei! (8)

Die einzige mir bekannte Quelle aus der Hand eines spanischen Freiwilligen ist das Buch von Miquel Ezquerra (-Sanchez), „Berlin a vida o muerto“, Saluzzo 1980, das mir leider nicht vorliegt und mangelns an Spanisch-Kenntnissen wahrscheinlich nicht viel nützen würde.

Im März 1954 wurden die spanischen Kriegsgefangenen in Rußland aus verschiedenen Lagern in Odessa gesammelt. 94, nach anderen Angaben 118 Todesfälle unter den Spanien während der Gefangenschaft sind bekannt, 14 weitere sind zu vermuten.
Unter den versammelten 286 Spaniern gehörten 219 der 250.ID, 7 der Span.Legion, 21 der Waffen-SS und einer der Span.Luftwaffen-Legion an. Am 2.April 1954 trafen sie an Bord des griechischen Dampfes „Semiramis“ von Istambul aus im Hafen von Barcelona nach einer Zeit zwischen 11 und 13 Jahren russischer Kriegsgefangenschaft wieder in Spanien ein.

(John Scurr, Germany´s Spanish Volunteers 1941-45, Osprey-Men-At-Arms-Series Nr. 103, Osprey Publishing Ltd., London, 1980, unveränderte Neuauflage 1985, S.30-31, 39,s.a. E.Esteban-Infantes, Die Blaue Division, S. 147)

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